Wie entstehen Sitzschmerzen beim Radfahren und wie kann man sie vermeiden?

Beim Fahrradfahren konzentriert sich der größte Teil des Körpergewichts auf den Sattel. Dies führt häufig zu Sitzproblemen (Sitzstress) in Form von Taubheitsgefühl, Schmerzen im Bereich der Sitzknochen, Genitalien oder Weichteilen – bei Frauen und Männern. Auch Reibung kann zu Beschwerden führen.

Woher kommen die Schmerzen?

Der Großteil des Körpergewichts lastet auf dem Sattel. Dies führt je nach Sitzposition und Nutzungsdauer zu erhöhtem Sitzstress. Zwischen Beckenknochen und Sattel eingeklemmte Nerven lösen Schmerzen aus oder rufen Taubheitsgefühle hervor. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei der Schamnerv (Nervus pudendus) mit seinen zahlreichen Verzweigungen.

Wie können Schmerzen vermieden werden?

Für eine gute und verträgliche Druckverteilung des Körpergewichts auf den Sattel sind mehrere Faktoren wichtig. Die Sattelbreite muss zum Sitzknochenabstand passen, so dass genügend Auflagefläche zur Lastübernahme bereitgestellt wird. Gleichzeitig sollten sich die Oberschenkel frei von Reibung bewegen können.

Stufenfreies Sitzen mit Entlastungsöffnung für optimale Druckverteilung bei Veränderungen der Sitzposition.

Wie wirkt ein Sattel entlastend?

Je nach Sitzposition kommt es zu Druck auf Nervenbahnen und Blutgefäßen im Hintern, was zu Diskomfort und Taubheitsgefühlen führen kann. Die Entlastungsöffnung – für Frauen und Männer spezifisch ausgelegt – wirkt dem entgegen.

Wie wird der Druck verteilt?

Eine optimale Druckverteilung im Bereich der Sitz- und Schambeinknochen wird durch eine gleichmäßige Auflagefläche und einer Entlastungsöffnung erzielt. Der Einsatz hochwertiger Schäume und Gelkissen entlastet zusätzlich, reduziert Reibung und beugt so Sitzstress vor.

Die richtige Sattelgröße

Die Breite des Sattels sollte zur individuellen Beckenanatomie passen, um Sitzprobleme zu reduzieren. Als Anhaltspunkt für die richtige Sattelgröße dient der Sitzknochenabstand.